Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

mit diesem Newsletter möchten wir Sie über umfangreiche Neuerungen bei XNotar und im Notarnetz informieren. In XNotar ist jetzt ein eigenes EGVP-Modul eingebaut, mit welchem direkt Anmeldungen und Anträge an Gerichte übermittelt und Eintragungsmitteilungen empfangen werden können. Nach der in den nächsten 3-4 Monaten stattfindenden Pilotierungsphase steht dieses Modul allen Nutzern zur Verfügung. Für Notarnetz-Nutzer und Inhaber einer Registerbox stellen wir nunmehr einen Kommunikationsserver mit Mail, Kalender und Kontakten als zentralen "Exchange"-Server zur Verfügung, der mit Outlook oder als Webanwendung benutzbar und selbstverständlich mit dem Smartphone erreichbar ist. Diese Dienste und auch das Notarnetz selbst sowie die zentralen Register der Bundesnotarkammer sind nun auch mobil über UMTS-Karten verfügbar. Ferner möchten wir Sie noch über ein weiteres Pilotprojekt informieren: das elektronische Notaranderkonto. Das elektronische Notaranderkonto (ENA) ermöglicht Online-Banking für Notaranderkonten verknüpft mit der automatisierten Führung von Massen- und Verwahrungsbuch sowie Anderkontenliste und Namensverzeichnis über eine Webanwendung. Abschließend möchten wir Sie über den Signaturkartenaustausch bei der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer  bis Ende des Jahres 2014 in Kenntnis setzen. Aber lesen Sie selbst …

Mit freundlichen Grüßen

Walter Büttner                        Dr. Andreas Goetze

 

Inhalt

 

XKR Kostenrechner

Das Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG) ist am 1. August 2013, hinsichtlich einiger weniger Vorschriften am 1. September 2013, in Kraft getreten. Mit dem XKR Kostenrechner stellt die NotarNet GmbH ein Werkzeug als Webanwendung zur Berechnung der Kosten nach der geänderten gesetzlichen Grundlage im Rahmen der XNotar-Lizenz zur Verfügung.

Der Kostenrechner kann von Notaren über die Registerbox oder im Notarnetz unter folgendem Link erreicht werden: https://xkr.bnotk.de/

Für die Anmeldung können die Benutzerkennung und das Passwort, welche für die zentralen Dienste der Bundesnotarkammer Notarverzeichnis/Notarportal, Zentrales Testamentsregister (ZTR) bzw. Zentrales Vorsorgeregister (ZVR) gelten, auch verwendet werden. Amtsnotare in Baden-Württemberg erreichen den Kostenrechner unter https://xkr-safe-bnotkbnotk.doi-de-net.

Der XKR Kostenrechner hat lediglich einen eingeschränkten Funktionsumfang, da er derzeit nur als Übergangslösung für Notare ohne funktionsfähige Notarsoftware konzipiert ist. Er ermöglicht die Kostenberechnung, Vergleichsrechnungen nach § 94 GNotKG, die Kostenverteilung auf mehrere Schuldner, sowie Ermäßigungen nach § 91 GNotKG. Zur einfachen Einarbeitung wurden in der Praxis häufige Vorgänge wie Kaufverträge, Grundschuldbestellungen, GmbH-Gründungen etc. zu sogenannten Kostengruppen zusammengefasst, welche bereits die typischerweise anfallenden Gebührentatbestände enthalten. Über eine Exportfunktion können die Kostenansätze in eine Word-Rechnungsvorlage übernommen werden.

In Abstimmung mit den Notarsoftwareherstellern verfügt der XKR Kostenrechner über keine Funktionen zur automatisierten Rechnungserstellung, zur Speicherung von Kostenberechnungen, zur Soll- und Ist-Buchhaltung sowie zur Berechnung von Kassenabgaben oder Sonderbeiträgen. Der XKR Kostenrechner kann und will eine vollumfängliche Notarsoftware nicht ersetzen.

Kontaktdaten:
E-Mail: xkr@bnotk.de
Telefax: 030-38386688

XNotar 3.5 mit EGVP

XNotar wurde in der neuen Versionsreihe 3.5 um die Funktionalität ergänzt, Nachrichten über das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) selbst übermitteln und empfangen zu können. Elektronische Handelsregisteranmeldungen und Grundbuchanträge können in einem zusammenhängenden Arbeitsablauf erstellt und übermittelt werden. Der Versand von vorgangsunabhängigen EGVP-Nachrichten ist ebenfalls möglich. Der EGVP-Client der Justiz ist bei Einsatz von XNotar 3.5 nicht mehr erforderlich, die Nutzung ist aber weiter möglich.
 
Bestehende EGVP-Postfächer können in wenigen Arbeitsschritten importiert werden. Die Verwaltung der EGVP-Postfächer der Notare kann künftig im Notarportal erfolgen.
 
XNotar 3.5 befindet sich bereits in der Pilotphase. Im ersten Schritt wird XNotar 3.5 bei ausgewählten Notaren installiert, um die Stabilität der Versand- und Empfangsprozesse im Massenbetrieb zu testen und zu gewährleisten. Eine erste Inbetriebnahme ist bereits erfolgt; der Nutzerkreis wird kontinuierlich ausgeweitet. Diese Pilotphase wird voraussichtlich bis zum Jahresbeginn 2014 andauern. Anschließend wird XNotar 3.5 wie bisher erst als allgemeine Pilotversion und dann als Flächenversion bereitgestellt.
 
Neben der neuen Nachrichtenfunktion beinhaltet XNotar 3.5 weitere Verbesserungen und Fehlerbehebungen. Beispielsweise wurde ein neuer Anmeldefall für die Errichtung einer GmbH mit Musterprotokoll geschaffen, um die Erfassung entsprechender Vorgänge zu vereinfachen.

Neue mobile Bürokommunikation

Mit den neuen Bürokommunikationsdienstenbietet die NotarNet GmbH nunmehr eine Lösung mit

E-Mail, Kalender und Kontakte in einer zentralen Anwendung, die sich weitgehend auf die individuellen Anforderungen des Notariats anpassen lässt. Datensicherung, Schutzvorkehrungen sowie Wartung und Softwarepflege übernehmen dabei unsere Spezialisten im Rechenzentrum.
 
Die Bürokommunikationsdienste können dabei unabhängig vom Vorhandensein eines Notarnetzanschlusses bestellt werden. Unabhängig von der Nutzung der Bürokommunikations­dienste empfehlen wir im Notariat jedoch den vollwertigen Notarnetzanschluss oder ein entsprechend professionell eingerichtetes und regelmäßig gepflegtes Sicherheitssystem.

Besonders interessant ist der gemeinsame Zugriff auf das Büropostfach, den Notar-Kalender und alle Kontakte von allen Arbeitsplätzen aus – im Büro, zu Hause oder unterwegs. Bedarfsweise kann der gemeinsame Zugriff einfach gleichberechtigt erfolgen oder mit individuellen Zugriffsrechten für die Mitarbeiter ausgestattet werden.
 
Die Kalenderanwendung ermöglicht die zentrale Pflege eines oder mehrerer Kalender in unterschiedlichen Ansichten, u.a. auch die Darstellung in einer Multikalendersicht, Tages-, Wochen-, Monatsansichten sowie Wiedervorlage- / Aufgabenlisten. Erinnerungsfunktion und Terminplanung mit der Möglichkeit interne und externe Teilnehmer einzuladen sowie die Belegung von Besprechungsräumen zu buchen, ergänzen die Funktionalität.
 
Zur Bedienung kann das in vielen Notariaten bereits vorhandene Outlook oder ein komfortabler Webmail-Client verwendet werden. Auch einige andere Mail-Clients können zum Einsatz kommen.
 
Notariate mit einem vollen Notarnetzanschluss erhalten im Rahmen des bestellten Notarnetz-Pakets ein Bürokommunikations-Postfach mit voller Funktionalität. Wir sind derzeit dabei, sämtliche Notarnetz-E-Mail-Postfächer auf das neue System umzustellen. Die betreffenden Notarnetz-Teilnehmern werden von uns sukzessive kontaktiert, um die Umstellung reibungsfrei gewährleisten zu können. Umgekehrt können Sie sich auch gerne bei uns melden (support@bnotk.de).
 
Die Bürokommunikationsdienste können mit Smartphone oder Notebook auch mobil genutzt werden. iPhone, Android-Smartphones oder Windows-Phone-Geräte können beispielsweise ohne Zusatzsoftware auf die Bürokommunikationsdienste zugreifen und E-Mails, Termine und Kontakte synchronisieren. Da der Zugriff aus dem Internet auf die zentralen Server und die Postfachspeicher  aus Sicherheitsgründen gesperrt ist, müssen die Mobilverträge für den Zugang frei geschaltet und in einen Rahmenvertrag eingebettet werden. Dies ist ausschließlich bei T-Mobile-Business-Tarifen oder mit Vodafone-Verträgen möglich.

Die Freischaltung des Notarnetzes für UMTS-Karten von T-Mobile oder Vodafone kann dann auch zum Zugriff auf die Zentralen Register, das Notarportal und weitere Einrichtungen der Bundesnotarkammer verwendet werden. Selbstverständlich können auch Geschäftsstellenanbindungen, Heimarbeitsplätze oder mobile Zugänge zum Bürosystem eingerichtet werden. Ein sicheres WLANlässt sich ebenfalls betreiben, aktuell noch mit der WLAN-Variante des Notarnetz-Routers. Ebenso erhältlich sind neuerdings WLAN-Access-Point-Geräte, die eine bessere "Funkausleuchtung" der Büroräume nach individuellem Bedarf ermöglichen. SelbstDSL-und VDSL-Leitungen können demnächst direkt mit einem Notarnetzanschluss bei der NotarNet GmbH bestellt werden.

ENA – Elektronische Notaranderkonten

Bundesnotarkammer und NotarNet GmbH führen in Kooperation mit der Deutschen Bank das Pilotprojekt „ENA – Elektronische Notaranderkonten“ durch, welches Online-Banking für Notaranderkonten verknüpft mit der automatisierten Führung von Massen- und Verwahrungsbuch sowie Anderkontenliste und Namensverzeichnis über eine Webanwendung ermöglicht. ENA unterstützt deshalb ebenfalls Anderkonten, die nicht am Online-Banking-Verfahren teilnehmen.
 
Primäres Ziel des Pilotprojektes ENA ist der Nachweis, dass auf dem elektronischen Weg höhere Sicherheit und mehr Transparenz im Vergleich zum bisherigen schriftlichen Verfahren erreicht werden kann.
 
ENA wurde zu diesem Zweck in die IT-Plattform der Bundesnotarkammer integriert und ist wie das Zentrale Testamentsregister nur über die Registerbox bzw. im Notarnetz erreichbar. Die Kommunikation zwischen ENA und dem Rechenzentrum der Bank erfolgt über eine besondere abgesicherte und verschlüsselte Verbindung. Die Verwahrungsbeteiligten erhalten Transparenzmitteilungen über die Transaktionen auf dem Notaranderkonto.
 
Die Freigabe von elektronischen Zahlungsaufträgen erfolgt ausschließlich durch den Notar mittels seiner Signaturkarte. Mehrere Transaktionen können vom Notar in einem Arbeitsschritt freigegeben werden. Kontenabruf, Vorbereitung von Überweisungen sowie Dateneingaben für Massen- und Verwahrungsbuch und deren Druck können in bewährter Weise durch Mitarbeiter des Notars erfolgen.
 
Da die Dienstordnung für Notarinnen und Notare (DONot) die Führung von Notaranderkonten mittels „Datenfernübertragung“ verbietet, haben die zuständigen Justizverwaltungen ca. 20 am Pilotprojekt mitwirkenden Notaren der Rheinischen Notarkammer und der Hamburgischen Notarkammer Dispens von entgegenstehenden Vorschriften der DONot für die Dauer des Pilotbetriebes erteilt.
 
Das Pilotprojekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank, ENA ist aber grundsätzlich für den Anschluss weiterer Kreditinstitute konzipiert.

Austausch der Signaturkarten

Im zweiten Quartal des Jahres 2014 beginnen wir, sukzessive alle bis dahin ausgegebenen Signaturkarten auszutauschen und durch Karten mit einem neuen Betriebssystem zu ersetzen. Hintergrund dieses Kartenaustausches ist, dass die Bundesnetzagentur das Betriebssystem der ausgegebenen Signaturkarten zum Ende des Jahres 2014 abgekündigt hat. Bis zum Erreichen des auf der Karte aufgedruckten Gültigkeitsdatums, maximal aber zum 31.12.2014, sind alle ausgegebenen Signaturkarten gültig.

Im Rahmen des Kartenaustausches werden wir jeden einzelnen Karteninhaber nochmals kontaktieren. Alle Karteninhaber, deren jeweiliges Vertragsverhältnis ungekündigt fortbesteht, erhalten bis Ende 2014 grundsätzlich automatisch neue qualifizierte Signaturkarten in der bisherigen Anzahl. Sollten sich seit Erhalt Ihrer Signaturkarte Ihre persönlichen Daten geändert haben oder Ihr beim Kartenantrag zur Identifizierung verwendetes Ausweisdokument abgelaufen sein, werden Sie die Möglichkeit ab dem zweiten Quartal 2014 haben, uns Ihre Änderungen online mitzuteilen und Ihr aktuelles Ausweisdokument hochzuladen. Selbstverständlich werden wir Sie zu gegebener Zeit persönlich informieren. Aufgrund der Anzahl der von uns ausgegebenen Signaturkarten wird der Kartenaustausch über ein dreiviertel Jahr bis Ende 2014 vorgenommen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 11. März 2013 wird auf www.egvp.de die Versionsreihe 2.8 der Software für das Elektronische Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) zum Download bereitgestellt. Diese Software ist kein Produkt der NotarNet GmbH, sondern wird von den Justiz- und  Verwaltungsbehörden in Zusammenarbeit mit der Firma bremen online Services GmbH & Co. KG entwickelt.

Nach Einführung dieser Programmversion gab es bei manchen Registergerichten Schwierigkeiten beim Nachrichtenabruf, wenn auf Justizseite für die Kommunikation noch die bisherige Programmversion 2.7 eingesetzt wurde und der Absender seine Nachrichten mit EGVP 2.8 signiert und übermittelt hat.

Daneben gab es in Baden-Württemberg und Bayern zwischenzeitlich Probleme beim Nachrichtenabruf über deren elektronische Kommunikationsplattform (eKP).

Nach Auskunft der Justiz sind diese Probleme nunmehr behoben. Es sind uns daher keine Gründe mehr bekannt, die dem Einsatz des EGVP-Clients 2.8 entgegenstehen.

EGVP 2.8 wird im Gegensatz zu den Vorgängerversionen vorwiegend als Installerversion ausgeliefert. Es erfolgt also eine Programminstallation und kein Aufruf über Java-Web-Start mehr. Im Gegensatz zu EGVP 2.7 wird von EGVP 2.8 auch Java 7 unterstützt. Die Nutzung des EGVP-Clients ist somit kein Hinderungsgrund mehr, auf Java 7 zu aktualisieren und damit die in Java 6 enthaltenen Sicherheitslücken zu schließen. Zudem wird EGVP 2.8 mit einer eigenen Java 7 Version ausgeliefert. Hierdurch sollten die bisher regelmäßig aufgetretenen Probleme bei Java-Updates vermieden werden.

Vor der Installation von EGVP 2.8 sollen ältere Versionen deinstalliert werden. Das Installerpaket, eine Installations- und Deinstallationsanleitung und eine Anwenderdokumentation zum EGVP-Client finden Sie auf www.egvp.de im Menüpunkt "Downloads".

In diesem Zusammenhang weisen wir noch einmal darauf hin, dass im elektronischen Register- und Grundbuchverkehr eine zusätzliche Signatur im EGVP-Client nicht erforderlich ist. Eine qualifizierte elektronische Signatur der zu übermittelnden Dokumente über XNotar/SigNotar oder einer anderweitigen Signaturanwendungskomponente ist ausreichend.

Bei  Problemen mit dem EGVP-Client wenden Sie sich bitte unmittelbar an den Nutzersupport des EGVP. Diesen erreichen Sie telefonisch unter 0 18 05 - 34 87 78 (Mo. bis Fr. von 09:00 bis 17:00 Uhr, kostenpflichtig) sowie per E-Mail an egvp@westernacher.com.

Mit freundlichen Grüßen


Walter Büttner                        Dr. Andreas Goetze

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Großteil der Notarnetz-Teilnehmer erhalten ihre Rechnungen schon in elektronischer Form und mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen bequem in ihr EGVP-Postfach zugestellt. Eine Umstellung der Rechnungen zu den Wartungs- und Supportverträgen zu XNotar und SigNotar sowie zu den Signaturkarten der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer wird in diesem Jahr erfolgen.

Ferner möchten wir Sie auf die zukünftigen Bürokommunikationsdienste der NotarNet GmbH mit der zentralen Verwaltung von Terminen und Fristen, Kontakten und E-Mails hinweisen. Im Laufe des Jahres werden Sie die Möglichkeit haben, auch von unterwegs mit Smartphone oder Notebook Ihre Termine und Fristen zu verwalten sowie Ihre Kontakte und Emails zu nutzen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Interessantes hat sich auch beim Zugang zu DNotI-Online Plus mit der Recherchemöglichkeit nach DNotI-Gutachten ergeben. Nunmehr haben Sie ohne Signaturkarten-Anmeldung den Zugang zu DNotI-Online Plus, sofern Sie über die Registerbox oder den Notarnetzrouter mit der IT-Plattform der Bundesnotarkammer verbunden sind.

Seit Anfang des Jahres benötigen Gerichtsvollzieher eine Signaturkarte zur Signatur elektronischer Dokumente. Die Bundesnotarkammer bietet auch für Gerichtsvollzieher Signaturkarten an. Näheres hier.

Zu guter Letzt möchten wir Sie noch auf den aktuellen Stand in Sachen Elektronischer Rechtsverkehr in Grundbuchsachen bringen, der in Baden-Württemberg bereits erfolgreich begonnen hat und in Sachsen in diesem Jahr beginnen wird. Hier finden Sie nähere Informationen.

Herrn Dr. Tobias Kruse verabschieden wir mit diesem Newsletter herzlich aus dem Dienst der Bundesnotarkammer und der NotarNet GmbH in sein Notariat in Monschau, wo wir ihm einen guten Start und viel Erfolg in seiner Tätigkeit als Notar wünschen. Wir danken ihm herzlich für die erfolgreiche und engagierte Zusammenarbeit in den zurück liegenden zwei Jahren.

Mit freundlichen Grüßen


Walter Büttner                        Dr. Andreas Goetze


Inhalt


Elektronischer Rechnungsversand

Bereits im vergangenen Jahr hat die NotarNet GmbH damit begonnen, den Rechnungsversand von Briefform auf elektronisch umzustellen. Ein Großteil der Notarnetz-Teilnehmer erhält die Rechnungen seitdem in elektronischer Form und mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen bequem in das EGVP-Postfach zugestellt. Das neue Verfahren erfüllt damit die Anforderungen des § 14 Abs. 3 Nr. 1 UStG. Eine Umstellung der Rechnungen zu den Wartungs- und Supportverträgen zu dem ElRv-Programmpaket XNotar und SigNotar wird in diesem Jahr erfolgen.

Ebenfalls werden Rechnungen der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer sowie Erinnerungen zur Erneuerung der Signaturkarten (Folgekarte-Bestellung) auf dieses elektronische Verfahren umgestellt.

Sollten Sie Fragen zum elektronischen Rechnungsversand haben, sprechen Sie uns gerne an. Unser Support steht Ihnen unter der für Sie kostenfreien Rufnummer 0800 5660 669 gerne zur Verfügung.

Abschaltung der kostenpflichtigen Hotline

Bereits seit März 2010 bieten die NotarNet GmbH und die Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer eine gebührenfreie Hotline an. Die zwischenzeitlich parallel betriebene kostenpflichtige Hotline-Nummer wurde nun endgültig abgeschaltet.

Bei Anfragen zu den Signaturkarten der Bundesnotarkammer, dem Notarnetz und den Programmen XNotar und SigNotar nutzen Sie bitte telefonisch ausschließlich die Nummer 0800 5 660 669. Alternativ können Sie uns weiterhin selbstverständlich per E-Mail unter support@bnotk.de erreichen.

Notarnetz-Bürokommunikation

Notarnetz-Teilnehmer und weitere Notare können die neuen Bürokommunikationsdienste der NotarNet GmbH mit zentraler Verwaltung von Terminen und Fristen, Kontakten und E-Mails demnächst nutzen. Die Dienste werden im Rechenzentrum der Bundesnotarkammer betrieben und sind nicht nur im Notariat sondern auch von zuhause oder unterwegs verfügbar, beispielsweise auf dem Smartphone.
 
Seit dem Notartag im Sommer 2012 läuft der Pilotbetrieb erfolgreich. Unter anderem arbeiten zwei Notarkammern bereits produktiv. Die allgemeine Freigabe soll im laufenden Halbjahr 2013 erfolgen.
 
Ein erster Einstieg kann folgendermaßen aussehen:

  • Bürokalender, Wiedervorlagen und Fristen im gemeinsamen Zugriff
  • Bedienung über Webbrowser, Outlook oder mit einem anderen geeigneten Standardprogramm
  • Der Notar hat auch von zuhause oder unterwegs  mit seinem Smartphone oder Notebook Zugang.

Weitere Informationen finden Sie auf der Notarnetz-Webseite: http://elrv.info/de/notarnetz/Buerokummunikation.php

Zugang zu DNotI-Online Plus

Vielleicht haben Sie es bereits bemerkt: Die Recherche nach DNotI-Gutachten in DNotI-Online Plus ist seit einigen Monaten ohne Signaturkarten-Anmeldung von Geräten aus möglich, die über die Registerbox oder den Notarnetzrouter mit der IT-Plattform der Bundesnotarkammer verbunden sind. Damit dürften alle Notarstellen mit Notarnetzanschluss diesen vereinfachten Zugang verwenden können. Von zuhause oder unterwegs ist der Zugriff weiterhin über Signaturkarte (Notaraccess) möglich.

Signaturkarten für Gerichtsvollzieher

Das seit dem 01.01.2013 geltende Gesetz zur Reform der Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung hat für die Berufsgruppe der Gerichtsvollzieher weitreichende Auswirkungen. Erstmals besteht hier  die Notwendigkeit, Dokumente mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen und damit eine rechtssichere elektronische Unterschrift zu leisten.

Aufgrund zahlreicher Anfragen bietet die Bundesnotarkammer seit August 2012 Signaturkarten auch für Gerichtsvollzieher an. Diese Karten enthalten das berufsbezogene Attribut „(Ober-) Gerichtsvollzieher“, so dass bei allen mit diesen Karten erstellten Signaturen die berufliche Eigenschaft des Signierenden nachgewiesen ist. Ebenso wie andere Karten der Bundesnotarkammer sind diese Signaturkarten geeignet, mehrere Signaturen mit einer PIN-Eingabe auszuführen (Mehrfachsignatur).

Signaturkarten für Gerichtsvollzieher können unter https://oa.signtrust.de/gvz/order.nav bestellt werden. Um das Antragsverfahren möglichst einfach und kostengünstig zu halten, können Gerichtsvollzieher sowohl die Unterschriftsbeglaubigung als auch die Bestätigung ihrer Berufsbezeichnung in einem Vorgang durch das für sie zuständige Gericht durchführen lassen.

Weiterführende Informationen zum Antragsverfahren und zu den Signaturkarten selbst finden Sie unter www.elrv.info/de/signaturkarte/signaturkarte-gerichtsvollzieher.php

Hinweise zum Elektronischen Rechtsverkehr in Grundbuchsachen

In Baden-Württemberg schreitet die Grundbuchamtsreform planmäßig voran. In monatlichem Abstand wird die Zuständigkeit für Grundbuchamtsbezirke und gleichzeitig die elektronische Einreichung für solche umgegliederte Bezirke verbindlich angeordnet. Hier finden Sie eine Liste, welche Grundbuchbezirke ab welchem Datum elektronisch erreichbar sind. Unter www.notar.de finden Sie im Internet das zuständige Grundbuchamt, unter anderem auch mit den jeweiligen Informationen zur elektronischen Erreichbarkeit.  XNotar berücksichtigt automatisch und stets aktuell die für den ELRV freigegebenen Bezirke und lässt eine elektronische Einreichung in anderen Bezirken nicht zu.

Außerdem teilt die Landesjustizverwaltung des Freistaats Sachsen mit, dass der für den 01.01.2013 vorgesehene Start des Elektronischen Rechtsverkehrs für das Grundbuchamt Dresden auf den 01.04.2013 verschoben wurde.